2019: Fusionsbestrebungen im Amtsbereich

Im Rahmen des Gemeindeleitbildgesetzes und der Fusionsverordnung von 2017 führten die Gemeinden Admannshagen-Bargeshagen, Ostseebad Nienhagen und Elmenhorst/Lichtenhagen aus dem Amt Warnow-West Fusionsgespräche.

Die Bürgermeister der drei Gemeinden strebten eine Großgemeinde mit über 9000 Einwohnern und eigener Verwaltung an. Entsprechend groß war die mediale Aufmerksamkeit für das Projekt. In den betroffenen Ämtern wurden die Pläne sehr kontrovers diskutiert. Die Umsetzung würde die Verwaltungsstrukturen in der Region gravierend verändern.

Anfang 2019 gab es ein Gespräch beim Innenministerium in Schwerin zu den Fusionsplänen. Teilgenommen haben vom Amt Warnow-West der Amtsvorsteher, Herr Matthies und die Leitende Verwaltungsbeamtin, Frau Schulz. Vom Amt Bad Doberan-Land haben Herr Theis, Herr Kahl, Herr Catalan und Frau Kalweit teilgenommen. Vom Innenministerium wurde gesagt, dass keine neue Verwaltung gebildet werden kann. Eine Fusion zu einer geschäftsführenden Gemeinde war möglich. Dann gäbe es einen hauptamtlichen Bürgermeister.

Das Amt, dem diese Großgemeinde beiträte, würde von dieser dominiert werden. Daher müsste ein öffentlich-rechtlicher Vertrag geschlossen werden. Dieser bedürfte der Zustimmung des Amtsausschusses. Auch sonst gab es viele rechtliche Unklarheiten mit viel Streitpotenzial. Deshalb war das Ziel der Bürgermeister, die Fusion bis zur Kommunalwahl 2019 vertraglich geregelt zu haben, völlig unrealistisch.

Die 2019 gewählten Bürgermeister und Gemeindevertretungen der Fusionisten erklärten öffentlich, diese Bestrebungen ihrer Vorgänger nicht fortzuführen.