2016: Beginn einer Feuerwehrbedarfsplanung

Der Amtsausschuss beschloss am 14. März 2016, eine Ausschreibung für die Feuerwehrbedarfsplanung der amtsangehörigen Gemeinden vorzunehmen und die Amtsvorsteherin und einen Stellvertreter zu beauftragen, mit dem wirtschaftlichsten Anbieter einen Honorarvertrag im Rahmen der geplanten finanziellen Mittel abzuschließen.

Mit Wirkung vom 31. Dezember 2015 ist das Gesetz zur Änderung des Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetzes M-V in Kraft getreten. Eine wichtige Regelung des Gesetzes war die Aufstellung einer Bedarfsplanung für die Feuerwehren der Gemeinden (Feuerwehrbedarfsplan). Die Gemeinden haben als Aufgabe des eigenen Wirkungskreises den abwehrenden Brandschutz und die Technische Hilfeleistung in ihrem Gebiet sicherzustellen und dazu eine leistungsfähige Feuerwehr vorzuhalten. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sowie der Finanzlage, kann der Brandschutz in vielen Gemeinden teilweise nicht mehr organisiert und gewährleistet werden. Ziel der Feuerwehrbedarfsplanung ist es, eine flächendeckende und gemeindeübergreifende Sicherstellung des Brandschutzes unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit benachbarter Gemeinden zu erreichen. Mit Hilfe der Bedarfsplanung soll eine umfassende und begründete Darstellung zur vorausschauenden Ermittlung des für die Aufgabenerfüllung notwendigen Bedarfs an Personal, Fahrzeugen, Geräten und Gebäuden der Feuerwehren ermittelt werden. Auf Grundlage von festgelegten gleichlautenden Schutzzielen, können dann Aufgaben und Einsätze technisch, fachlich und sachgerecht erfüllt und die Zusammenarbeit erleichtert werden. Aufgrund der zu erwartenden umfangreichen und fachlich qualifizierten Aufgabenstellung der Bedarfsplanung, ist den Ehrenamtlern der Feuerwehren diese Aufgabe nicht zuzumuten. Vom Landesfeuerwehrverband und vom Sachgebiet Brandschutz des Landkreises Rostock wird empfohlen, mit der Bedarfsplanung ein qualifiziertes Ingenieurbüro zu beauftragen. Die Feuerwehrbedarfsplanung wird für alle Feuerwehren der neu amtsangehörigen Gemeinden gemeinsam erfolgen.

Insgesamt wurden fünf Ingenieurbüros zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Die fachlich vergleichbaren Angebote lagen zwischen 9.200 EUR und 32.856 EUR:

  • BS PartnerGmbH & Co.KG, 21073 Hamburg: 32.855,60EURO
  • Brandschutzingenieurbüro Fennen, 26683 Saterland: 13.579,53 EURO
  • Forplan Dr.Schmiedel GmbH, 53111 Bonn: 18.500,00 EURO
  • BBS Gefahrenabwehrplanung GmbH, 22335Hamburg: 9.200,00 EURO
  • LUELF&RINKE Sicherheitsberatung GmbH, 41564Kaarst: 19.706,40 EURO


Der Amtsausschuss beschloss am 5. Dezember 2016, dass der Auftrag zur Erstellung der Feuerwehrbedarfsplanung für die amtsangehörigen Gemeinden der Firma BBS Gefahrenabwehrplanung GmbH mit Sitz in Hamburg, Flughafenstraße 52a in einer Gesamthöhe von 9.200,00 EURO erteilt wird.
Die Amtsvorsteherin wurde bevollmächtigt, den entsprechenden Vertrag zu unterzeichnen.

Das Thema wurde in mehreren Sitzungen des Amtsausschusses diskutiert, zum Teil sehr kontrovers. Der Tenor war: Zu viel Bürokratie, zu wenig Nutzen, dafür hohe Kosten.

Am 23. Februar 2017 hatte die Auftaktveranstaltung für die Feuerwehrbedarfsplanung stattgefunden. Außer von Hohenfelde waren Vertreter der Feuerwehren des Amtsbereiches anwesend. Es wurde eingeschätzt, dass die Veranstaltung gut gelaufen ist und die Feuerwehrbedarfsplanung vernünftig erfolgen wird. Die ersten Besichtigungen bei den Wehren haben stattgefunden.