2010: Reformierungsbestrebungen der Ämterstrukturen

Auf Bestreben der Landesregierung waren die Ämter angehalten, über ihre strukturelle Zukunft nachzudenken. Dazu gab es mehrere Sondierungsgespräche, in denen Varianten diskutiert wurden.

Als ernsthafte Option blieb die Fusion der Gemeinden Admannshagen-Bargeshagen, Börgerende-Rethwisch, Ostseebad Nienhagen und Elmenhorst/Lichtenhagen. Es wurden zwei Formen diskutiert: Einheitsgemeinde oder Samtgemeinde. Die Variante geschäftsführende Gemeinde hat sich nach Auffassung des StGT nicht bewährt.

Weitere Fusionsverhandlungen wurden aber ausgesetzt. Zum Einen wollte Börgerende-Rethwisch sich daran nicht beteiligen. Zum Anderen ruderte die Landesregierung zurück, weil die umstrittene Kreisgebietsreform Priorität hatte. Zwei solch einschneidende Veränderungen könnten politisch durchaus nach hinten losgehen.

So wurde erst einmal eine Enquetekommission gebildet, die 2011 eine Empfehlung geben sollte, wie es mit den Gemeinden und Ämtern weiter geht. Die Umsetzung sollte dann in der nächsten Legislaturperiode erfolgen.

Die Öffentlichkeit wurde bei diesen Planspielen wetestgehend außen vor gelassen. Die Diskussionen fanden in den nichtöffentlichen Teilen der Gremiensitzungen statt. Zu Beschlussvorlagen, über die in öffentlichen Sitzungen entschieden werden müsste, kam es nicht. Es gab wohl auch Stimmen, die auf das verfassungsmäßig garantierte Recht zur Selbstbestimmung der Kommunen verwiesen.

Der angenehme Nebeneffekt der Aussetzung der Planspiele zu Gemeindefusionen war, dass die von solchen Veränderungen benachteiligten Kommunen nicht mehr überrumpelt wurden und sich argumentativ sammeln konnten.